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Gartenquartier

Wohnen? Kultur? Begegnung? – Leben statt Parken

Auf dem Areal nördlich des Business Campus München : Unterschleißheim soll ein innovatives und lebenswertes Wohnviertel entstehen. Gemeinsam mit dem Miteigentümer, der DV Immobilien Gruppe aus Regensburg, möchte die Stadt aus einem vorhandenen ehemaligen Großflächenparkplatz ein gemischtes Wohnquartier entwickeln. Im Rahmen der sozialen Bodennutzung hat die Stadt Miteigentumsanteile an der Fläche erworben, um dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Es wird dort zukünftig aber nicht nur gewohnt und gearbeitet. Mit einer innovativen, modernen Architektur entstehen neue öffentliche Räume kombiniert mit sozialer Infrastruktur und großzügigen Frei- und Grünzonen auf den Dächern.Das Gartenquartier soll weitestgehend für den motorisierten Verkehr gesperrt sein und zum Flanieren oder Radfahren einladen. Auf städtischer Seite werden eine Kindertageseinrichtung sowie seniorengerechtes Wohnen, aber auch ein kleiner Anteil an regulären Mietwohnungen realisiert werden. Die Planungen hierzu laufen auf Hochtouren.

Hinweis: Vormerklisten oder Bewerbungen für Wohnraum können derzeit noch nicht entgegengenommen werden. Die Stadt erarbeitet momentan das Planungskonzept. Der Baubeginn wird voraussichtlich 2023 erfolgen. Bezugsfertig könnte die Gesamtanlage dann 2025/2026 sein. Ein Verkauf von Wohnungen ist derzeit nicht vorgesehen. Die Bewerbungsfristen werden rechtzeitig über die örtliche Presse und die sozialen Medien angekündigt.


 
Direkt zur Beteiligung
 

Wie kann ich mich beteiligen?


Die Beteiligung vom 05.08.2022 - 23.09.2022 wird im Rahmen der Regelungen nach § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) durchgeführt. Es handelt sich um die erste frühzeitige Beteiligung im Rahmen des Baugesetzbuches, die für Flächennutzungsplan- und Bebauungsplanverfahren vorgeschrieben ist. Wer seine Stellungnahme nicht über Consul einreichen möchte, kann sich auch unter Bauleitplanung@ush.bayern.de oder per Post ans Rathaus an die Fachabteilung wenden. Einwendungen können auch zu den Öffnungszeiten im Unterschleißheimer Bauamt, Vallerystraße 1 abgegeben werden. Die Planunterlagen liegen auch hier zur Ansicht aus und es stehen MitarbeiterInnen zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.


Impressionen des Planungskonzepts
 
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    GASSENEBENE


Die wichtigsten Punkte in Kürze

  • Was steckt hinter der Idee des Gartenquartiers?

    Auf dem ehemaligen Siemensparkplatz am Business Campus München : Unterschleißheim soll ein innovatives und lebenswertes Wohnviertel entstehen. Doch wie kann in den heutigen Zeiten mit immer höher steigenden Bau- und Grundstückspreisen ein solches Projekt, das den Ansatz von adäquaten, sozial gerechten Mieten verfolgt, überhaupt noch realisiert werden?

    Mit dem Gartenquartier wird ein ehemaliger, fast vollständig versiegelter Großflächenparkplatz ökologisch und sozial aufgewertet. Durch eine moderne Architektur sowie Gründächer und Gartenzonen auf den Erdgeschossdächern erhält die Natur einen Teil des Raumes zurück. Auf der früheren Gewerbefläche entstehen ein lebenswertes, mit Verkehrswegen durchzogenes Quartier mit nahezu keinem PKW-Verkehr sowie Begegnungsräume für die Nachbarschaft. Anstelle eines möglichen weiteren Ausbaus des Gewerbegebietes weist die Entwicklung des Gartenquartiers deutliche Vorzüge für die Stadt, den Investor, aber auch für die angrenzende Nachbarschaft auf. So können statt einer Baulandentwicklung auf der grünen Wiese bereits intensiv genutzte Flächen für eine Wohnbebauung aufgewertet werden. Das verfolgte Ziel an dieser Stelle ist die optimale und gleichzeitig verträgliche Innenbereichsnachverdichtung.

    Mit der innerstädtischen Entwicklung erfolgt eine Anbindung an das vorhandene Gewerbegebiet sowie der Anschluss an den ÖPNV und die Stadtmitte. Aber auch das punktuelle Öffnen des Lärmschutzwalls als Übergangsmöglichkeit zwischen bestehendem und neuem Wohngebiet sowie Fuß- und Radwegverbindungen zwischen Wohnen und Gewerbe bringen eine neue Qualität von Wohnen, Arbeiten und Einkaufen mit kurzen Wegen. Ebenso tragen die geplante Kita, Einkaufsmöglichkeiten in der näheren Umgebung (wie z. B. der im Herbst 2021 neu eröffnete REWE im Business Campus) sowie die geplanten, vielfältigen kulturellen und sozialen Angebote dazu bei, Verkehr im Quartier und in der Stadt zu reduzieren. Im Quartier selbst wird zudem auf ökologische Bauweise geachtet und es sollen attraktive weitere Angebote wie Gastronomie, Fahrradverleih usw. geschaffen werden.  

  • Meilensteine in der Entwicklung des Quartiers

    Bereits 2017 haben die ersten Gespräche zur Umwandlung des Siemensparkplatzes in ein Wohngebiet zwischen VertreterInnen der DV Immobiliengruppe und der Stadtverwaltung stattgefunden. Auch wurden die städtischen Gremien ebenso frühzeitig konzeptionell miteingebunden. Um einen Einblick zu bekommen, was eine moderne Stadt mit einer modernen Bebauung auf dem Gelände des Siemensparkplatzes realisieren kann, wurde ein sogenannter „Ideenwettbewerb“ für die Fläche ausgerufen. Für diesen Ideenwettbewerb wurde ein Anforderungsprofil erstellt, das an sechs gleichgestellte Architektenbüros verschickt wurde, die von der DV Immobiliengruppe und der Stadt ausgewählt wurden. Die von den Büros erarbeiteten Entwürfe wurden sodann von einem sogenannten „Beratergremium“, bestehend aus fachkundigen VertreterInnen der DV Immobiliengruppe, dem Stadtrat und der Verwaltung, bewertet und mit Punkten versehen. Alle Entwürfe konnten auf ihre eigene Art überzeugen. Durchsetzen konnte sich nach einer zweiten Runde und vorgegebenen Überarbeitungen die Architekturwerkstatt Vallentin aus München.

    Meilensteine im Detail finden Sie hier.

  • Siegerentwurf der ArchitekturWerkstatt Vallentin

    Insgesamt wurden sechs Architekturbüros mit der Erstellung von Gutachten für ein innovatives Wohnquartier beauftragt. Die Ergebnisse wurden in mehreren Sitzungen einem Gremium aus VertreterInnen der DV Immobiliengruppe, des Stadtrates und der Verwaltung präsentiert. In der finalen dritten Runde konnte die ArchitekturWerkstatt Vallentin aus München mit ihrem für Unterschleißheim völlig neuen Konzept überzeugen. Der Entwurf verbindet die Nutzungsmischung und ein harmonisches Zusammenspiel des Business Campus mit den Grünstrukturen und der lockeren Bebauung aus der Nachbarschaft, indem er sie vertikal auf mehreren Ebenen trennt.

    Der Entwurf umfasst große Gebäudeschollen im Erdgeschoss sowie kleine Straßen, Gassen und Plätze ohne motorisierten Individualverkehr. Die Gassenebene sieht eine gemischte Nutzung aus Wohnen, Gastronomie, Einzelhandel zur Nahversorgung sowie kulturelle und soziale Angebote vor. Die Verbindungswege und Freiflächen sind Treffpunkte für die Nachbarschaft und erinnern an mittelalterliche Gassen. Auf den Schollen entstehen Punkthäuser und Wohnriegel. Mit der intensiven Begrünung der Schollendächer entsteht eine Gartenebene. Die Dachgärten mit halböffentlichen und privaten Nutzungen bilden den Übergang zwischen der künftigen öffentlichen Parklandschaft im Business Campus und den privaten Gärten der Wohnbebauung in der Nachbarschaft. Alle Schollen sind im 1. Stock über Brückenbauwerke verbunden, sodass nicht nur im Erdgeschoss, sondern auch im 1. Stock eine Wegeverbindung entsteht. Dies dient auch der inneren Vernetzung und Attraktivitätssteigerung für das Gesamtquartier. Die Dachebene soll unter anderem zum gemütlichen, abendlichen Flanieren in einer grünen Oase einladen.

    So präsentiert der Siegerentwurf ein innovatives Gesamtkonzept mit technologischen, ökologischen, energetischen, aber auch gestalterischen Neuerungen. Der soziale Aspekt des Entwurfs bildet einen Mehrwert gegenüber einer reinen Wohnbebauung für das neue Quartier und seine Nachbarschaft.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Mobiliät im Gartenquartier

    Das Mobilitätskonzept für das Gartenquartier wird sich an den Bedürfnissen der künftigen BewohnerInnen und BesucherInnen orientieren. Das autofreie Konzept des Gartenquartiers priorisiert umweltfreundliche Mobilitätsformen wie den Fußverkehr, das innerstädtische und regionale Radverkehrsnetz sowie einen direkten Anschluss an den ÖPNV. Mit kurzen Wegen innerhalb des Quartiers können tägliche Dinge wie der Gang zum Bäcker, zur Apotheke oder Paketstation erledigt werden. Ermöglicht wird das autofreie Quartier auch durch Mobilitätsstationen, Car Sharing und die damit verbundene Wechselnutzung von Parkplätzen und ein sinnvolles Stellplatzkonzept. Dies aber nicht zum Nachteil der Nachbarschaft – ausreichend Tiefgaragenstellplätze für die BewohnerInnen, aber auch oberirdische PKW-Stellplätze mit Zeitbeschränkung tragen dazu bei, dass Fremdparken in den benachbarten Gebieten nachhaltig verhindert werden kann. Die Mobilitätsstationen werden mit E-Bikes, Fahrrädern, Lastenrädern und Kinderanhängern ein attraktives Angebot für die BewohnerInnen bieten, um immer wieder auch ganz auf das Auto zu verzichten zu können. Zusätzlich gibt es mit den Bushaltestellen an der Keltenschanze und im Gewerbebereich des Business Campus zentrale, nahe Anlaufstellen für die AnwohnerInnen. Zuletzt wird das bereits bestehende Angebot im Gewerbecampus mit dem Ärztehaus und einem großflächigen Vollsortimenter, aber auch die Ergänzungen des Gartenquartiers dazu beitragen, dass viele unnötige Fahrten mit dem Auto entfallen können. 

  • Die Rolle der Stadt als Miteigentümerin und Behörde in Doppelfunktion

    Die Stadt Unterschleißheim ist zusammen mit der DV Immobiliengruppe Eigentümerin der Gesamtfläche. Die Stadt wird eine eigene Fläche erhalten, auf der sie selbständig als Bauherrin einen sozial gerechten Wohnungsbau realisieren kann. Das Ziel ist es, kommunalen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Gleichzeitig ist die Stadt aber nicht nur Miteigentümerin, sondern auch als Behörde im Rahmen der Bauleitplanung (d. h. der Schaffung von notwendigem Wohnbaurecht) verpflichtet, auf Grundlage der gesetzlichen Vorschriften das Bauleitplanverfahren durchzuführen. Hierbei werden diverse Gutachten zu Aspekten wie z. B. Verkehr, Lärmschutz, Verschattung usw. beauftragt, um die jeweiligen Auswirkungen des neuen Gebietes auf das Stadtgebiet insgesamt, aber auch auf die nähere Nachbarschaft beurteilen zu können.

    Im Rahmen der Bauleitplanung hat die Stadt „die Zügel in der Hand“. Die Aufstellung eines Bebauungsplanes ist notwendig, um die rechtlichen Voraussetzungen für ein Wohngebiet zu schaffen. Dieses Steuerungsinstrument der Bauleitplanung dient dazu, die städtische Entwicklung nach den Vorstellungen des Stadtrates als gewählte VertreterInnen der BürgerInnen im Rahmen des gesetzlich Zulässigen aktiv zu gestalten. Für die Realisierung sind im Haushalt der Stadt und in der Finanzplanung entsprechende Mittel veranschlagt.

    Mit dem neuen Quartier lassen sich flächensparendes Bauen und eine zeitgemäße Bevölkerungs- und Stadtentwicklung vereinbaren. Damit wird eine Fläche, auf welcher der Investor weitere Gewerbeimmobilien hätte entwickeln können, aufgewertet und ein Übergang zwischen dem Business Campus, dem bestehenden Wohngebiet der Weihersiedlung und dem Peter-Schuster-Weg geschaffen. Zwischen der Bestandsbebauung am Peter-Schuster-Weg und dem Gewerbegebiet des Businesscampus wird so eine attraktive Pufferzone geschaffen, welche den Belangen aller jetzigen und neuen BewohnerInnen möglichst gerecht werden soll.

    In das Planungsgebiet integriert ist der Siemensweg. Dieser belebte Fuß- und Radweg wird künftig das bestehende mit dem neuen Wohngebiet verbinden, um eine Durchgängigkeit beider Gebiete zu erzielen und kurze Wege, z. B. zum neuen Vollsortimenter im Business Campus, zu ermöglichen. Der Weg verbleibt aber zusätzlich zum Miteigentumsanteil am Gartenquartier im Eigentum der Stadt. Der bestehende Lärmschutzwall wird, wo immer möglich, in seinem Zustand belassen, aber mit zwei Durchwegen versehen, um die genannte Wegeverbindung und Vernetzung der Gebiete zu schaffen.

  • Wer oder was ist die DV Immobiliengruppe?

    Die DV Immobilien Gruppe hat im November 2014 das Areal an der heutigen Alfred-Nobel-Straße erworben, um dort einen modernen Business Park zu verwirklichen. Dabei setzt die Unternehmensgruppe aus Regensburg auf Planung, Realisierung, Gestaltung und Betreuung aus eigener Hand. Die Immobilien bleiben im Unternehmensbestand und werden mit einem Management-Team vor Ort bedarfsgerecht und zukunftsorientiert weiterentwickelt. Die bauliche Realisierung und Betreuung der Projekte werden von den Architekten und Ingenieuren des Tochterunternehmens DV Plan übernommen. Diese Unternehmensphilosophie ist ein Garant für die jahrzehntelange, erfolgreiche Entwicklung der DV Immobilien Gruppe, die neben den Gewerbeparks in Regensburg, Nürnberg und Garching auch zwei Shoppingcenter und 18 Rastparks an deutschen Autobahnen betreibt.

    Der Business Campus München : Unterschleißheim als Teil der DV Immobilien Gruppe engagiert sich auch im ICU e. V. und ist Sitz des Unterschleißheimer Gründerzentrums ACU GmbH.


Weitere Informationen

Weitere Details zum Projekt finden Sie hier.
Die Internetseite der DV Immobilien Gruppe zum Gartenquartier finden Sie hier.

 


Interview mit dem Ersten Bürgermeister Christoph Böck

 
   

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Einwendungen und Vorschläge werden im Rahmen der Beteiligung nach § 3 Abs. 1 BauGB bis zum 23.09.2022 gesammelt und im Anschluss zur Abwägung dem Grundstücks- und Bauausschuss vorgelegt.

 

Ergebnisse der ersten, vorgezogenen Bürgerbeteiligung

Bereits von Juni 2019 bis Januar 2020 fand eine intensive frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung statt, deren Ergebnisse in die Weiterentwicklung des Gartenquartiers eingeflossen sind. Die Ergebnisse der ersten, vorgezogenen Bürgerbeteiligung finden Sie hier.